American Football

Egal ob Basketball, Eishockey oder Baseball – DAS Spiel der USA ist sicherlich immer noch American Football und das Finale der Profiliga, der Super Bowl, das Sportspektakel überhaupt. Bei fast keiner anderen Sportveranstaltung werden Sport und Showelemente besser miteinander verknüpft. Fast jeder Amerikaner ist dabei, wenn die beste Vereinsmannschaft der Saison ermittelt wird.

Was dem Europäer sein Fußball, ist dem Amerikaner sein American Football. Wenn an deutschen Stammtischen über Abseitsfallen und Viererketten diskutiert wird, tauschen sich Amerikaner über taktische Varianten des American Football aus. Und davon gibt es mehr als genug: Kaum eine Sportart bietet mehr Raum für Strategie und taktische Winkelzüge. Experten vergleichen das Spiel daher auch häufig mit einem Schachspiel mit lebenden Figuren.

Dazu kommt natürlich noch die nicht wegzudiskutierende Portion im Action im Spiel: Spektukaläre Pass- und Laufspielzüge der angreifenden Mannschaft werden mit harten Tacklings der Verteidigung kombiniert. Dabei ist American Football nicht nur ein Sport für Spieler, die viel Masse auf die Waage bringen können: Durch die starke Spezialisierung haben auch kleine, wendige und schnelle Spieler Chancen auf einen Platz in der Profiliga NFL.

Der schillerndste Spieler einer jeden Mannschaft ist aber sicherlich der Quarterback. Er leitet den Angriff seiner Mannschaft und bekommt zu Beginn eines Spielzugs den Ball mit dem so genannten Snap von seinem Center zugespielt. Nun wird es spannend: Kann die Offensive den geplanten Spielzug umsetzen? Oder wird die Verteidigung der Gegner den Angriff stoppen können? Um die Defensive auszuspielen, studieren Trainer und Offensive eines Teams vor und während der Saison Spielzüge haarklein ein, mit so genau zugeschnittenen Rollen für jeden teilnehmenden Spieler, dass die Zusammenfassung ein ganzes Buch füllt. American Football ist also kein Spiel für Muskelmänner mit nichts in der Rübe, ohne Köpfchen läuft es nicht.

Denn auch in der Defensive zählt höchste Konzentration: Es muss so schnell wie möglich erkannt werden, welchen Spielzug die Offensive des Gegners plant. Schafft es der gegnerische Angriff, den Ball durch einen Pass oder Lauf 10 Yards nach vorn zu bewegen, bekommt sie ein neues 1. Down. Um diese 10 Yards zu bewältigen, hat sie maximal vier dieser Downs zur Verfügung. Gelingt es nicht, geht der Ballbesitz zum Gegner.

Am Ende des Spielfelds liegt aber das eigentliche Ziel einer jeden Mannschaft: Die Endzone des Gegners. Gelingt es, den Ball in diese Zone zu bringen, heißt es Touchdown und die Angreifer bekommen sechs Punkte gutgeschrieben. Zudem gibt es die Chance, durch einen Extrakick einen weiteren Bonuspunkt zu erzielen. Ist die Feldsituation aussichtslos, ist also kein Touchdown und auch kein weiteres First Down in Sicht, gibt es noch die Möglichkeit des Field Goals – die Chance auf 3 Punkte für das eigene Team.

Durch die NFL Europe hat American Football auch in Europa und besonders in Deutschland viele Fans gewonnen – ein Spiel auf dem Vormarsch also. Leider wurde die Liga 2007 ersatzlos eingestellt.

Besuchen Sie die Webseite der National Football League oder die Webseite der Canadian Football Legaue um aktuelle Informationen zu erhalten.

 
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