Basketball

Basketball ist eine der beliebtesten Sportarten in den USA – und auch in Deutschland gibt es viele Anhänger, besonders dank Dirk Nowitzki und der Nationalmannschaft, die in den letzten Jahren einige unerwartete Erfolge feiern konnte. Doch woher kommt dieser Sport eigentlich und was machte ihn so berühmt?

Basketball gehört zu den wenigen Sportspielen, die von einer Einzelperson erfunden wurden – Der Amerikaner James Naismith erfand das Spiel 1891 in Springfield, Massachusetts. Basketball ist also wirklich eine uramerikanische Sportart – auch wenn man häufig lesen kann, dass es dem deutschen Korbball nachempfunden ist. Schnell setzte sich Basketball an den Colleges der vereinigten Staaten als Alternative zu bereits bekannten Sportarten wie American Football durch und erlangte große Popularität.

Im Grunde wird Basketball immer noch nach denselben Regeln gespielt, die Naismith 1891 aufgestellt hatte – leichtere Verbesserungen (wie z. B. beschränkte Zeit für einen Angriff) und natürlich die Gründung der NBA 1946 gaben dem Spiel einen weiteren Schub in der Öffentlichkeit. Erste Stars wie z. B. Wilt Chamberlain machten Basketball auch als Profisport in den USA äußerst beliebt. Basketballspiele zeichnen sich durch spannende Aktionen in Angriff und Verteidigung im Sekundentakt aus, auch deutliche Führungen haben oft nichts zu sagen, viele Spiele bleiben bis in die letzten Sekunden spannend und ausgeglichen. Ein Sport, der Helden und Vorbilder hervorbringen kann.

Weltweit nahm die Begeisterung für Basketball mit dem Auftritt des ersten so genannten Dream Team USA bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona zu. Die Mannschaft um den wohl besten Basketballer aller Zeiten, Michael Jordan, begeisterte Fans und Medien mit spektakulären Auftritten und errang die Goldmedaille fast mühelos. Auch in Deutschland gewann das Spiel fünf gegen fünf auf zwei Körbe nun immer mehr an Aufmerksamkeit.

Den wirklichen Durchbruch in Deutschland hat Basketball bis heute aber leider nicht geschafft, auch oder trotz Dirk Nowitzki, für viele der beste europäische Spieler aller Zeiten und zurzeit der amtierende MVP (= wertvollster Spieler) der NBA. Ein Mannschaftstitel blieb Nowitzki bis heute verwehrt. Stattdessen dominieren in den letzten Jahren die San Antonio Spurs die Meisterschaft in Nordamerika und reihen sich damit ein in eine Reihe von herausragenden Teams wie z. B. den Chicago Bulls um Michael Jordan, den Boston Celtics mit Larry Bird oder den Los Angeles Lakers mit Earvin „Magic“ Johnson.

Die Gründe sind sicherlich in der Schwäche der deutschen Vereinsmannschaften zu suchen, denen durch häufige Spielertransfers Identifikationsfiguren fehlen und Erfolge auf europäischer Vereinsebene ausbleiben. Auch die fehlende Medienpräsenz im frei empfangbaren Fernsehen tut sicher ihr Übriges – um Basketball auch in Deutschland auf eine Bekanntheitsstufe wie in den USA zu bringen, müssen die Verantwortlichen endlich reagieren und handeln.

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