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BowlingBowling kennt jeder, der schon einmal eine US-Sitcom a la Eine schrecklich nette Familie, Die Simpsons oder King of Queens gesehen hat – Bowling ist sozusagen das Freizeitspiel für alle Amerikaner. Und auch in Deutschland findet es immer mehr Anhänger, die mit dem traditionellen Kegeln nicht mehr soviel anfangen können. Bowling gewinnt seine Faszination durch die Einfachheit des Spiels, und entgegen der ersten Vermutung ist auch keine besondere Kraftanstregung von Nöten: Das richtige Zielen macht Sie schon zu einem sehr guten Freizeitspieler. Im Unterschied zum klassischen Kegelspiel sind 10 Pins anstatt von 9 Kegeln abzuräumen, die zudem enger beieinander stehen und etwas leichter sind. Um alle Pins umzuwerfen stehen jedem Spieler pro Spielabschnitt zwei Würfe zur Verfügung. Schafft man es sofort mit Wurf eins, alle zehn Pins umzuwerfen, hat man den so genannten Strike geschafft, der weitere Bonuspunkte einbringt. Sofern es mit dem zweiten Wurf gelingt, ist es immerhin noch ein Spare, der ebenfalls mit Bonuspunkten belohnt wird. Ein Spiel besteht dabei aus zehn Abschnitten plus eventueller Bonuswürfe, was wiederum eine Maximalpunktzahl von 300 (das so genannte perfekte Spiel) ermöglicht. Profibowler erreichen normalerweise Punktzahlen zwischen 270 und 300; als Anfänger sollten Sie sich zunächst die 100-150 Punktemarke als Ziel setzen. Auffälligster Unterschied zum Kegeln sind aber sicherlich die verwandten Bowlingkugeln mit drei Einbohrungen für Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Auch wenn die Bowlingkugeln (Ball genannt) schwerer sind als die beim Kegeln verwandten, ist die Kraft wie schon erwähnt nur von sekundärer Bedeutung. Achten Sie stattdessen vermehrt auf die fünf Pfeile, die auf jeder guten Bowlingbahn aufgezeichnet sind – werfen Sie sich möglichst mittig, um Ihre Chancen auf einen Strike zu erhöhen. Als angesehener Profisport hat es Bowling (wie auch Sportkegeln) in Deutschland aber immer noch schwer. Dies hat verschiedene Gründe: Neben den relativ hohen Kosten, den eingeschränkten Spielmöglichkeiten (besonders im ländlichen Raum gibt es noch relativ wenig Bowlingbahnen) ist auch das Interesse und die Wahrnehmung der Menschen nicht auf Bowling als Profisport, sondern als Freizeitvergnügen ausgerichtet. TV-Übertragungen von Bowlingturnieren erreichen bei den Sportsendern in Deutschland auch nur verhältnismäßig geringe Quoten. Anders dagegen in den USA: Hier sind auch Profibowler angesehene Sportstars und sicherlich vielen Amerikanern bekannter als Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus oder Ronaldo, und fast jeder spielt regelmäßig, sei es in der Schule, mit den Nachbarn, Freunden oder mit Arbeitskollegen. Um sich in Deutschland einen ähnlichen Status erarbeiten zu können, hat Bowling noch einen langen und schweren Weg vor sich. Besuchen Sie die Webseite des United States Bowling Congress um aktuelle Informationen zu erhalten. |
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