Nascar

Die NASCAR Rennserie ist die populärste Motorsportrennserie der USA. NASCAR steht dabei als Abkürzung für National Association for Stock Car Auto Racing Stock Car = Serienwagen). Am ehesten vergleichbar sind die NASCAR Serien mit den in Deutschland und Europa bekannten Tourenwagenrennen.

Während diese Serien in Europa aber hier bei uns oft im Schatten der Formel 1 stehen, ist die NASCAR Serie mit ihrer Topliga, dem Nextel-Cup, die Nummer 1 der Rennserien auf dem amerikanischen Kontinent. Zuschauerzahlen zwischen 150.000 und 200.000 Besuchern an der Strecke in der Saison, die von Februar bis November ausgetragen wird, sind eher die Regel denn die Ausnahme. Neben diesem Nextel-Cup werden unter dem Dach der NASCAR Organisation auch Rennserien in Kanada und Mexiko ausgetragen.

Wie auch bei der bekannten Indycar Rennserie fahren auch die NASCAR Piloten im Nextel-Cup ihre Rennen auf den berühmt-berüchtigten Ovalkursen der vereinigten Staaten aus. Das Bekannteste ist sicher das Daytona 500, am Stammsitz der der NASCAR Organisation in Florida. Der größte Star in der Geschichte der Serie und auch den europäischen Fans ein Begriff ist Dale Earnhardt, der leider 2001 tödlich verunglückte. Aber auch der ehemalige Formel 1 Joan Pablo Montoya gehört aktuell zum Fahrerfeld des Nextel Cups.

Wie generell im amerikanischen Motorsport wird großer Wert auf Chancengleichheit zwischen den Kontrahenten gelegt. Moderne elektronische Hilfswerkzeuge sind allgemein verpönt und verboten, der Fan bekommt also auch heute noch klassisch angehauchten Motorsport geboten. Sicherlich ein Faktor, der die Rennserie in den Staaten so beliebt macht. Regelwidrigkeiten werden von der NASCAR-Organisation knallhart verfolgt und mit hohen Strafen geahndet. Für die Gemischaufbereitung der V8-Rennmotoren sind noch immer riesige Vergaseranlagen zuständig. Die Fahrzeuge verfügen über eine einheitliche Form und sind optisch nur noch an Front und Heck den Herstellern bzw. Teams zuzuordnen. Im Herstellerfeld tummelt sich neben den uramerikanischen Marken Ford, Chevrolet und Dodge inzwischen auch der erfolgreichste Autobauer der Welt, Toyota – bisher wie auch in der Formel 1 aber ohne größere Erfolge.

Weiterer Spannungsfaktor ist das für europäische Augen komplizierte Punktesystem: Selbst der Letztplatzierte im Ziel bekommt noch 34 Punkte gutgeschrieben. Zudem gibt es Bonuspunkte für den Fahrer, der das Feld am längsten anführen konnte und für jeden Fahrer, der zumindest eine volle Runde an der Spitze des Feldes war.

Zum Ende der Saison greift dann zusätzlich noch das System der „Jagd auf die Meisterschaft“ (Chase-System), in dem die zwölf bisher besten Piloten der Saison den Champion ausfahren – Spannung und Spektakel ganz nach dem Geschmack der amerikanischen Motorsportfreunde also.

Besuchen Sie die Webseite der National Association for Stock Car Auto Racing um aktuelle Informationen zu erhalten.

 
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