Wrestling

Wrestling versucht seinen Bekanntheitsgrad zu steigern.

Sein absolutes Hoch hatte der Wrestlingsport in den 90er Jahren in Deutschland, das Privatfernsehen hatte im großen Stil Sendungen aus den USA eingekauft und die Übertragungen dem heimischen Publikum schmackhaft gemacht. Und schnell wurden die Kämpfe und die Akteure wie z. B. Hulk Hogan auf Schulhöfen und Arbeitsstätten zum Gesprächsthema. Dieser Trend ebbte aber wieder ab, in den letzten Jahren verschwand Wrestling wieder in den Tiefen des Nachtprogramms einiger Spartenkanäle.

Wrestling bedeutet eins zu eins übersetzt Ringen, doch mit dem was man in Deutschland unter Ringen versteht hat Wrestling (teilweise in Deutschland auch Catchen genannt) nicht viel zu tun. Wrestling kombiniert dabei sportliche Elemente wie Athletik und Grifftechnik mit Showeinlagen der Akteure und Storylines, wie man sie sonst nur aus TV-Serien kennt.

Allgemein bekannt ist inzwischen, dass der Ausgang der Kämpfe im Vorfeld abgesprochen ist – dies tut der Spannung aber keinen Abbruch, denn zum einen wird auch im Ablauf der Kämpfe viel improvisiert, und zum Anderen geben sich alle Akteure große Mühe beim Ausschmücken von Rivalitäten und Fehden.

Kritiker bemängeln gerade diesen Umstand: Wrestling habe nichts mit Sport zu tun, der Sieger stehe ja schon vorher fest, das Ganze gleiche mehr einer schlechten Theateraufführung. Das ist aber der falsche Ansatz: Wrestling versucht gar nicht, in derselben Kategorie zu punkten wie vielleicht Boxen oder andere Kampfsportarten: Die Unterhaltung der Zuschauer steht klar als wichtigster Punkt im Vordergrund.

Und das wird gerade auf dem amerikanischen Kontinent besonders gutiert: In Kanada, aber besonders in den USA und Mexiko hat Wrestling einen hohen Stellwert und gehört hinter den großen drei Baseball, Basketball und American Football zu den beliebtesten Sportveranstaltungen.

Es gibt sehr viele verschiedene Wrestling-Ligen in Amerika; die größte ist die WWE, welche mittlerweile ein mehrere Milliarden Dollar schweres börsennotiertes Unternehmen ist. Allerdings gibt es auch sehr viele kleine Ligen, die nicht professionell arbeiten, aber dennoch monatlich Shows abhalten. Man kann daher davon ausgehen, dass sich mehrere tausend Menschen in den Staaten hauptberuflich mit dem Wrestling beschäftigen.

Trotz der gekonnten Inszenierung und den durchtrainierten Athleten ist ein hohes Verletzungsrisiko nicht wegzudiskutieren. Die Aktionen im Ring benötigen jahrelanges Training, um sicher und glaubwürdig ausgeführt werden zu können. Vor den Kämpfen wärmen sich die Athleten mehrere Minuten intensiv auf und bereiten sich mental auf den Kampf vor. Dennoch kommt es immer wieder zu Verletzungen, besonders an den hauptbeanspruchten Körperteilen wie den Beinen und Knien.

Dennoch hat Wrestling sich in den USA und anderswo nicht zu Unrecht einen Platz im Sportkalender verdient und eine sichere Fanbase auf der ganzen Welt erkämpft. Schauen Sie doch einmal rein!

Besuchen Sie die Webseite der World Wrestling Entertainment um aktuelle Informationen zu erhalten.

 
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